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Schule digital – Homeschooling 2.0

Es ist nun fast ein Jahr vergangen, nachdem plötzlich die ersten Schulen nach und nach geschlossen und sowohl Eltern als auch Kinder vor eine Herausforderung gestellt wurden. Auf einmal hieß es, dass die Kinder daheim unterrichtet werden müssen. Mag auf den ersten Blick einfach klingen, doch dazu benötigt man das entsprechende Equipment. Wer dieses nicht zur Verfügung hatte, stand mit leeren Händen da. Natürlich hofften viele, dass über den Sommer hinweg neue Konzepte gefunden und die Digitalisierung der Schulen und Universitäten vorangetrieben werde. Doch man erwachte nicht aus dem Dornröschenschlaf und nun stehen Familien abermals allein da.

Schauen wir einmal etwas genauer hin, welche Mittel notwendig sind, um tatsächlich von einer digitalen Schule sprechen zu können.

Diese Hardware ist unverzichtbar

 

Ein Computer oder Laptop mit mindestens Windows 8 ist die erste Komponente. Rechner, die schon älter sind, könnten einige Programme nicht mehr fehlerfrei wiedergeben. Daher ist es ratsam, zu schauen, welches Betriebssystem aktuell installiert ist. Ohne Monitor geht es selbstverständlich nicht. Hinzu kommt ein Drucker, der unbedingt über die Scanfunktion verfügen muss. Abschließend ist ein schnelles und vor allem stabiles Internet das A und O, um überhaupt online Schule betreiben zu können.

Verschiedene Abläufe und noch mehr Chaos

Je nach Möglichkeiten der jeweiligen Schulen verlaufen die Online-Unterrichtsstunden doch sehr verschieden. Bei gut ausgestatteten Einrichtungen und geschulten Lehrkräften fanden vorrangig Online-Meetings statt. Zu den gewohnten Unterrichtszeiten mussten sich die Schüler vor ihren Geräten einfinden und am digitalen Unterricht teilnehmen. Das hat vor allem den Vorteil, dass die Kids gezwungen sind, zu festen Zeiten etwas für die Schule zu tun. Darüber hinaus können sie wenigstens auf digitalem Weg die Mitschüler sehen und bei Fragen sofort mit der Lehrkraft kommunizieren.

Aufgaben werden dann meist in einer Cloud hinterlegt. Gut, wenn die dann auch erreichbar ist. Die Aufgaben müssen per Download auf den eigenen Rechner heruntergeladen und anschließend bearbeitet werden. Gut beraten sind jene, die wissen, wie Formulare einzustellen sind, die direkt am Rechner bearbeitet werden können. Ansonsten droht eine Flut an Papier, welches aus dem Drucker kommt.

Leider gibt es dann auch noch jene Modelle, bei denen die Lehrkräfte einfach auf der Schulwebseite die Aufgaben einstellen. Bei einigen lautet es dann, bitte Lehrbuch Seite von bis durcharbeiten und die Aufgaben dazu lösen. Andere stellen die Aufgaben als PDF oder DOCX und im schlimmsten Fall sogar als JPEG ein. Für Eltern ein enormer Aufwand. Vor allem dann, wenn mehr als ein schulpflichtiges Kind zu Hause ist. Da erscheint es fast unmöglich, allen gerecht zu werden.

Eltern haben inzwischen Strategien entwickelt, um die Kinder nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen. So werden weniger wichtige Fächer zunächst einmal hinten angestellt und der Fokus auf die Kernfächer gerichtet. Denn das ist es, was die Kids später in jedem Fall brauchen.

Kinder allein am PC

So schön und gut das auch alles klingen mag, natürlich gibt es vor allem bei jüngeren Kindern ein hohes Potenzial dafür, dass sie sich auf den falschen Webseiten umschauen. Eltern fallen gewiss aus allen Wolken, wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommen und der Nachwuchs stolz sagt, dass er Casinomia ausgiebig getestet hat. Bevor man seine Kinder allein in die Weiten des World Wide Web schickt, sollten bestimmte Seiten gesperrt und natürlich eine entsprechende Kindersicherung hinterlegt werden. Gut ist es, wenn Eltern eine Möglichkeit finden, gemeinsam mit dem Kind die Webseiten zu hinterlegen, die relevant sind. Dann dürfte wirklich nichts schieflaufen.

Fazit

Es ist und bleibt eine sehr große Herausforderung, derer leider nicht alle gewachsen sind. Viele stoßen zunehmend an ihre Grenzen und das nicht nur psychisch oder körperlich, sondern vielen droht zudem auch noch die Existenz wegzubrechen. Wahrlich harte Zeiten.