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Urlaubsbericht Paris März 2002
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Anreise +1.Tag in Paris
Wir starteten am Blankeneser Bahnhof, um 22.30h fuhren wir dann per Nachtzug Richtung Paris, der Schaffner war mufflig, das Essen war mäßig, kein Vergleich jedenfalls zu unserem schönen Schlafwagen zwischen Trondheim und Bodö. Typisch negativ Deutsch halt. Um 09.15 h kamen wir in Paris am Gare du Nord an, dort kauften wir uns erst einmal eine 3-Tageskarte und fuhren dann per Metro (1x in die falsche Richtung und dann zurück). Unser Hotel lag an einer mäßig befahrenen Seitenstrasse, und wenn da nicht ein Hochhaus gestanden hätte, mit Blick auf den 600 m entfernten Eifelturm. Das Haus war eher älter, die Zimmer aber freundlich und sauber und gut eingerichtet. Wir konnten auch schon um 10.30h in unser Zimmer , wo wir uns erst einmal bis Mittags ausruhten.
Dann gingen wir in ein Restaurant, gleich um die Ecke essen. Ich dachte ich würde als Hauptgang des (in Frankreich üblichen) 3-Gänge Menüs ein schönes Schnitzel mit Nudeln erhalten. Aber meine "phantastischen" Sprachkenntnisse brachten uns ein, dass das was ich für ein Schnitzel gehalten hatte, eine Niere wurde. Sicher delikat, aber in erster Linie gewöhnungsbedürftig. Aber eine sehr angeregte Stimmung im Lokal. Dann gingen wir auf das Halbrund des Trocadero, ein halbrunder Bau mit einem herrlichen Blick auf den Eifelturm und Paris. Passend dazu zogen auch die Regenwolken ab. Weiter ging es zum Etoil, von dort aus fuhren wir mit der "RER", einer Art S-Bahn nach La Defense, einem total neuen, riesigen Komplex aus Bürohäusern, Wohnungen und Läden.
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Die Archtitektur, gerade der "Grand Arche", einem riesigen "Bogenquader" war beeindruckend, auch die Sichtachse zum Arc Du´ Triumphe war ein toller Ausblick. Sicher war nicht Alles schön, wohl aber grosszügig und weltstädtisch. In letzterer Hinsicht sogar vorbildlich. Danach fuhren wir noch zum Gare du nord , um uns noch Lebensmittel und eine Zeitung zu kaufen. Dann ging es müde ins Zimmer und nicht viel später ins Bett.
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2.Tag: Notre Dame, Passagen und mehr..
Heute war das Wetter besser-durchgängig- 4-7/8 Stratocumulus und Cumulus mediocris.Wir fuhren mit der RER zur Notre Dame, wir besichtigten diese Kirche, die aber vor Allem durch ihr imposamtes Äusseres besticht. Danach gingen wir an der Seine entlang durch die "Touristenmeile" zum Louvre. Die Anlage , gerade die Kombination aus grosser Baumasse, Symetrie und liebevollen Details macht diese Anlage zu einem Bauwerk grosser europäischer Baukunst , die angrenzende Sichtachse bis La Defense nicht zu vergessen. Danach aßen wir bei einem Chinesen zu Mittag, das besondere Dort war einmal das einmalig asiatische Ambiente, dass durch die Kundschaft, fast nur, Asiaten erzeugt wurde als auch durch das gute Essen.
Danach gingen wir durch das "Passagenviertel" Paris´, viele kleine Läden von edel bis skuril liegen nebeneinander. dann ging es in die Galerie Lafeyette, ein regelrechter Parfümtempel mit einer prächtigen Kuppel im Inneren.
Dann fuhren wir per Metro(ein Thema für sich) zum "Place de la Bastille" zur hübsch-hässlichen Oper von Paris . Dann gingen wir durch die belebte "Rue San Antonio" in das Judenviertel der Stadt. Es wird geprägt von sehr engen gassen mit vielen Lebensmittelläden, die ihre leckeren Spezilitäten zu teils überteuerten preisen anbiten, auch die bärtigen Männer in ihrer klassisch-orthodoxen Kleidung fehlten nicht. Von Dort aus gingen wir wir zum Centre dou Pompidou, eine wirklich gelungene Fassade mit fantasievoll gestalteten "Rohrkomplexen". Davor lag ein belebter Platz , an dem wir nach einem netten Cafe suchten. 4€‚¬ pro Tasse Kakao waren dann aber doch etwas viel. Dann besichtigten wir noch das Forum de halles , ein Haus im Erdboden mit grossem, freien Innenhof. architektonisch sicher interessant, aber dennoch ein Trauerspiel im Vergleich, bedenkt man, dass davor dort Markthallen getanden haben.
3.Tag: Arc Du Triumphe und Rue Mouffetard
Zunächst hatten wir gutes Wetter...
Wir fuhren vom Hotel mit der metro zum Place Charles de Gaulle . Dort bestiegen wir den Arc du Triumphe. Er ist 52 m hoch, wird durch eine enge Wendeltreppe bestiegen und oben eine Austellung und Bau in sah, bevor man auf das Dach gelangt, von dem aus wir eine herrliche Aussicht auf das schier unendliche Häusermeer von Paris hatten. Wir konnten auch die Sichtachse La-Defense-Louvre gut sehen, auch grüne Höhenzüge rund um Paris. Es war eindrucksvoll.
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Dann fuhren wir per Bus+Metro Wir zur Notre Dame (siehe links). Dort suchten wir uns in einer der Nebenstrassen ein Restaurant, w aßen Hähnchenbrust mit Pommes Frites und Pilzsoße. Nicht gerade französisch eben , aber mit sehr höflicher Bedienung. Danach gingen wir an dem Pantheon, einem grossen kuppelförmigen Universitätsgebäude, vorbei zur Kirche St.Etienne du Mont.
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Das Stadtviertel besteht aus vielen kleinen, netten Kneipen, ein typisches sympathisches Universitätsviertel. Danach gingen wir durch die Rue Mouffetard. Sie ist eine enge Marktstrasse, in der vor die Häuser Marktstände gebaut worden sind. Eine tolle Atmosphäre war das, trotz des strömenden Regens. So viele kulinarische Spezialitäten habe ich so dicht zusammen jedenfalls selten gesehen. Wir kauften uns jedenfalls einen Regenschirm. Am Ende wurde es trotzdem zu viel des Regens und wir setzten uns in ein urgemütliches Café und aßen Zitronenkuchen und tranken Kakao/Kaffee dazu. So hatte auch der Regen sein Gutes. Danach gingen wir zurück zur Notre Dame, entlang am botanischen Garten.
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Auf dem Rückweg warfen wir einen Blick in eine Moschee und gingen am arabischen Institut, ein architektonisch inter- essanter Bau, entlang. Per RER fuhren wir dann bis zum Eiffelturm. Nachdem wir dort angekommen waren strahlte die Sonne. Leider zu spät. Abends unternahmen wir dann noch einen Spaziergang zum Eiffelturm und auf den Trocadero.
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4. Tag: Abreise aus Paris und Ankunft in Bonn
Per Bus fuhren nach dem Frühstück, das für französische Verhältnisse recht gut war, zum Gare Du nord. Eine schöne "Stadtrundfahrt" war das zum Abschluss , wir fuhren an vielen uns schon bekannten Plätzen vorbei. Insgesamt waren wir mit unserer Paris-Bilanz sehr zufrieden. Allein das Wetter hätte besser sein können.
Im Bahnhof kauften wir noch bei einem Schlachter,den wir wegen seiner Urigkeit schon am Anfang "in unser Herz geschlossen hatten", Brot und Wurst. Dann stiegen wir in den "Thalys" nach Köln. Der Zug war nicht besonders schnell, er war voll und es war laut. Nur die Sitze waren angenehm. Kurz: der Zug ist sein Geld nicht wert , in Zukunft fliegen wir! Um etwa 15.00h waren wir in der Jugendherberge Bonn-Venusberg. Sie liegt sehr ruhig im Wald. Wir ruhten uns auch erst einmal aus , ehe wir in die Stadt fuhren. Die Fahrt per Bus dauerte etwa 20 min. Dann suchten wir uns nach einem kurzen Altstadtrundgang eine recht gemütliche Kneipe aus.
Das Essen war recht gut, die Bedienung mies gelaunt und Mama erhielt ihr Dessert nicht. Wir gingen also prompt und knallten das Geld (Ich mit der Bemerkung "Mist Service"!) auf den Tisch und gingen. Das war schade, denn die Stimmung an sich war nicht schlecht , aber man kann sich nicht Alles gefallen lassen. Dann gingen wir noch kurz zum Rheinufer durch die recht beschauliche Innenstadt von Bonn. Danach ging es zurück in die Jugendherberge, wo wir noch ein Paar Runden Flipper spielten.
5.Tag: Haus der Geschichte, Döner+Siebengebirge
Zunächst ging es wieder zum Bonner Hbf.
Dort stiegen wir in die U/Strassenbahn(eine sehr städtebaulich und bauökonomisch sehr gute und ansehnliche Lösung; die Bahnhöfe waren Alle in einem sehr guten Zustand).
Der Eingang zum Haus der Geschichte lag direkt in einem U-Bahnhof, der Eintritt war gratis und die Ausstellungen, eine Mixtur aus Filmen, Orginalexponaten, nachgestellten Szenerien sowie Multimedia sehr anschaulich. Sie boten genug "Stoff" für ein ganzes Wochenende. Danach fuhren wir weiter nach Bad Honnef mit der Absicht, per Fähre nach Königswinter überzusetzen, dem geplanten Ausgangspunkt unserer Wanderung zur Burg Drachenfels. Es war aber Rhein- Hochwasser, was "Umkehren" bedeutete. Also fuhren wir per U-Bahn bis Ramersdorf. Dort ging es auch nicht weiter -selbe Ursache- .
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Wir fuhren dann per Busersatzverkehr nach Königswinter. Dort kauften wir einige Kleinigkeiten ein und aßen zu Mittag jeder einen Döner. Das war lecker und ausserdem gab es (in Königswinter!) nichts Anderes. Dann steigen wir erst durch ein Tal, dann über eine Streuobstwiese mit schönem Rhein- und Siebengebirgsblick an einer Zahnradbahn entlang zur Burg Drachenfels auf 324m hinauf. Die letzten Meter waren recht steil , die Burg liegt auf einem Felsgipfel, der in den Jahren 1967-1973 umfangreich, teils mit durchgehenden Stützverpressungen gesichert wurde. Der Blick auf den Rhein und die Weinberge am Hang sowie das Rheintal hinunter bis nach Leverkusen war beeindruckend.
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Am Rückweg kam die Sonne vermehrt hervor und gab der ganzen Szenerie eine sehr idyllische, frühlingshafte Stimmung. Uns trieb auch die Frage nach dem zeitgleich spielenden HSV um. Am Bonner U-Bahnhof lüftete sich das Geheimnis: 1:1 gegen Rostock. Dort fuhren wir dann auch gleich zu unserer Jugendherberge. Dort packten wir noch einige Sachen für unsere Rückreise zusammen.
6.Tag: Heimreise+Kurzaufenthalt Köln
Um 10.45h fuhren wir nach ausgiebigem Frühstück ab aus Bonn nach Köln , wo wir gegen 11.15h eintrafen. Wir unternahmen einen kurzen Stadtbummel , wir besichtigten den Kölner Dom und teile der Altstadt. Unser Eindruck von Köln war so, dass wir beschlossen, den Aufenthalt zu verkürzen. Zu viel hässliche Häuser, zu wenig urtümliches. Nur die Restaurants und Kneipen vermittelten so etwas wie rheinische Gemütlichkeit. Wir aßen in einer am "Alten Markt", noch eine der nettesten Gegenden zusammen mit der Rheinpromenade. Das Essen war gut.
Danach fuhren wir per Intercity zurück nach Hamburg. Wir hatten Glück, der Zug war nicht zu voll und die Mitreisenden angenehm ruhig. Da die gesamte Stecke "neu" für mich war , fand ich auch die Landschaft recht interessant, z.B. das Bergische Land im Raum Wuppertal oder die ländliche Idylle um Münster herum.
Es schien auch die Sonne, sodass sich Alles in einem sehr freundlichen Licht zeigte. So kamen wir denn auch recht zufrieden und auch ein wenig erholt von einer erlebnisreichen Reise in Hamburg an. Paris sollte jeder mindestens(!) einmal gesehen haben. Ich komme wieder!
Tipps Paris:
1.Topps
1.Aussichtspunkte besteigen: Nur hier wird die wahre Grösse von Paris sichtbar. Neben dem Eiffelturm empfiehlt sich der Triumphbogen und die Grande Arche im Stadtteil “la Defense”.(52 bzw. 115m hoch).
2.Rue Mouffetard: eine Einkaufsstrasse aus lauter Marktständen mit aller Art von Delikatessen, immer voller Leben, Abends im Umkreis viele gemütliche Kneipen.
2.Flops
3.Verkehrsmittel: Metro von 16.00h - 19.00h meiden, die “RER”-Züge sind um diese Zeit vergleichsweise leer.
4.Nicht in sogenannten Touristenmeilen und in Bahnhofsgegenden einkaufen, oft befinden sich schon 200-300m weiter bessere und günstigere Geschäfte.
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