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Urlaubstagebuch Sommer 2001 Norwegen
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24. 06.2001 - Seereise-
Nach einer Stunde Wartezeit konnten wir endlich auf die Prinsesse Ragnhild. Es schien die Sonne und als wir ausliefen genossen wir das Bild der Kieler Woche. Viele ältere Boote und ein grosser Jahrmarkt an Land gaben ein tolles Bild zusammen mit der Kulisse der Kieler Förde ab. Danach zog es mich ins Casino, mit mittlerem Erfolg. Nach einem ausgebiegem Decksrundgang bis zur Unterquerung der Storebeltbrücke, ein monumentaler Anblick, wie wir uns erst dem Bauwerk näherten, die Autos näher kommen sahen, dann sich die Pylonen über uns "aufbäumten" und wir dann unter der gewaltigen Fläche, die hoch über uns hing, hindurchfuhren, war einer der Höhepunkte dieser Fährfahrt. Dann gingen wir zum Buffet, das nicht schlecht, aber auch nicht gerade fantastisch war.
Dabei schlemmte ich traditionsgemäß genüsslich. Nach kurzem Ausruhen gingen wir zur Abendschow, um schon nach 20min schon ins Bett zugehen, denn das Programm war nur Mittelmass. Unsere Kabine gefiel uns hingegen, schön hoch, auf Deck 6 war sie geräumig und gut eingerichtet (Siehe Bewertung der Unterkünfte und Verkehrsmittel im Anhang).
25.06.2001 Seereise, Ankunft in Oslo und Weiterfahrt nach Sognedal
Nach einer guten Nacht standen wir gegen 07.30h auf. Vor unserem Fenster "zog" das idyllische Ufer des Oslofjords mit seinen Schären, Kiefern und Ferienhäusern an uns vorbei. Wir aßen am Buffet Frühstück. Der Honig und dunkles Brot fehlte- daher leider nur Mittelmass. Die Einfahrt nach Oslo ist immer wieder ein Erlebnis wie die Stadt, eingebettet von teils klippenbesetzten Hügeln mit dem Fjord daliegt war schon eindrucksvoll, zumal die Sonne strahlte. Dann, aber als wir von Bord gingen packte uns der Reisealltag brutal. Bei Hitze Gepäckschleppen. Dann fuhren wir per Bus zum ZOB, eine Anlage, die (neuen unterirdischen) Fernbahnhof mit Busbahnhof und S-Bahn sowie einem Einkaufszentrum verband. Eine schöne und grosszügige Anlage. Die Zeit von 10.00h bis 12.30h nutzten wir mit Geldabheben (funktionierte beim 4.Anlauf), einem Spaziergang zum malerischen Kastell Akershus via Karl Gustavs Gatan, die ein herrliches Sommerflair ausstrahlte. Von Akershus genossen wir die Aussicht über Hafen und Promenade,den Platz wo wir im März die leckersten Garnelen, weil frisch genossen hatten. Damals lag noch Schnee, jetzt schwitzten wir. Dann mussten wir aber auch schon zurück zum Bahnhof.
Die Busfahrt ging zunächst über die Stadtautobahn, dann durch Vororte und dann kamen auch schon die ersten Flüsse mit Felsbrocken, die ersten Steilhänge und nach etwa 1,5 h Fahrt sahenwir den ersten "Schneeberg", vermutlich das 1460m hohe Horefjell, 40 km westl. von Hönefoss. Die Berge wurden langsam höher und mein Lieblingsspiel war die hypothetische Frage "wie würd`ich ihn besteigen?". Nach gut 4h kamen wir in Fagerness an. Dort steigen wir mit 20 min Aufenthalt in den Bus nach Laerdal. Zunächst ging es durch ein breites Tal dann, entlang eines schäumenden Flusses aufs Filefjell. Links und rechts gut besteigbare Berge, einige Bäche, aber überwigend Heide - Gras- und Felsflächen mit einigen moorigen Senken. Ab und zu sahen wir einige Ferienhäuser oder Hütten. Die Strassen hingegen waren extrem schmal, sie entsprechen nicht europäischem Standard und gewährleisten keine Verkehrssicherheit. Noch schlimmer: soetwas darf Europastrasse genannt werden. Wie soll bei 4,5m Breite z.B. Schwerlastverkehr funktionieren?
Der Abstieg war geradezu dramatisch und zugleich schön: Links ein steiler Berg , rechts in 100 m tiefe ein reissender Strom mit Wasserfällen .In Laerdal steigen wir um , dann fuhren wir noch mit der Fähre bei Kaupanger. Von dem Tunnel ging es auf die Autofähre. Der Fjord (3km breit) war 800 m tief, die Berge nochmal so hoch und hatten fast nackte Steinhänge, die nur von Krüppelkiefern o.Ä. bewachsen waren. Ein toller Anblick. Dann ging es wieder in den Tunnel. Selbst der 1995 gebaute Tunnel war nicht mehr als 6m breit. Das ist peinlich für Norwegen, zumal 1,5m mehr vielleicht Mehrkosten von 15% bedeuten würden, die in Relation zu den Gesamtkosten “Peanuts” sind, aber viel bewirken würden. Um 20.00h kamen wir in Sogndal an. Wir pakten noch aus, unternahmen einen Spaziergang und fielen ins Bett.
26.06.2001 Ausschlafen und Bergwandern
Nach unserem Frühstück legten wir uns erst einmal 2-3h schlafen. Dann gingen wir zum Turistbüro. Dort besorgten wir uns Informationen und kauften eine Wanderkarte der Umgebung. Wir hatten beschlossen, gleich einen der höchsten Berge der Umgebung, das 1169m hohe Store Haugefjell zu besteigen, nicht nur wegen der grandiosen Aussicht, sondern auch weil ein befestigter Weg auf den Gipfel hinaufführt.
Also stiegen Wir um 13.30h in den "Flyvebus", der uns zum auf 550m Höhe liegenden Flughafen Sognedal (bei Kaupanger) hinauffuhr. Das war ein weiterer Vorteil dieser Route. Im Flughafengebäude pickneten wir erst einmal. Schon witzig, so ein Picknick im Flughafen in der Wildniss.
Um 14.15 h ging`s dann endgültig los. zunächst ging es mit geringer Steigung bis etwa 650m durch einen Kiefernwald. Dann knickte der Weg um und wurde Steil. Aus dem Kiefernwald wurde ein Wald mit Birken, niedrigen Kiefern und Heideflächen, unter- brochen von Felsen und kleinen Tümpeln. Bei ca.840m erreichten wir die Baumgrenze, dann kam auch schon der Sendeturm des Berges in Sicht, also das Ziel. Das war bei der Hitze von etwa +25C, der grossen Steigung und der brennenden Sonne eine willkommene Motivation.
Ab der Baumgrenze stellte sich auch die Vegetation nahezu völlig um. Sie bestand nur noch aus Flechten, niedrigem Krähenbeerenkraut , einzelnen Grasbüscheln. Dazu war der grösste Teil der Oberfläche von Geröll und Felsen übersäät, die mit Flechten bewachsen waren. Der Berg hatte übrigens grosse Ähnlickeit mit dem Brocken ("Hauptberg" des Harzes), er überragte seine Nachbarberge, auf ihm standen 2 grosse Antennenmasten, der Weg schlängelte sich ähnlich hinauf, auch sein Profil mit 2 sehr flchen und 2 steilen Seiten waren sehr ähnlich. Das Wetter entwickelte sich übrigens sehr interessant.
Morgens lag ein 8/8 Stratus über dem Fjord, der riss auf und als Wir die Wanderung begannen waren es 2/8 Cumulus mediocris, nachmittags wurden es 3/8 Cu med mit Stratocumulus und Cumulonimbus calvus auf der Ostseite des Jotunheimen, einer deutlichen Wetterscheide . Etwa als wir den Gipfel gegen 17.00h erreichten änderte sich das Himmelsbild deutlich. Die Cumulus-Wolken bildeten sich zurück, aus SW kam mit hoher Geschwindigkeit Cirrus aufgezogen, die Sicht verbesserte sich deutlich, der Jotunheimen war auf einmal "doppelt" so nah, die Landschaft färbte sich graublau. Um es nicht zu spannend zu machen: um Mitternacht war es wolkenlos. Als erstes pickneten wir ausgiebig.
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Dann genossen wir die Aussicht: Im Süden ein zum Besteigen überaus attraktiver Berg, den wir schon die gesamte Zeit aus verschiedenen Perspektiven begutachtet hatten, dazwischen der Laerdalsfjord, auf dem wir ein Kreuzfahrtschiff fahren sahen. Es schien so winzig, das einem klar wurde, wie gewaltig diese Landschaft ist.
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Im Westen lag ein leicht hügeliges Fjell vor uns mit vielen Senken und kleinen Seen, in deren Wellen sich die Sonne spiegelte. Im Norden fiel der Berg geradezu alpin in den Fjord ab. Am Horizont die Schneeberge und den eindrucksvollen Jostedalsbreen, im NO der Jotunheimen mit seinen spitzen, schneebedeckten Gipfeln.
Danach baute ich noch auf einem Schneefeld einen Schneemann. Dann ging es zum 2. Gipfel, der durch ein feuchtes und felsiges, etwa 100m tiefes, aber unbewachsenes Tal vom 1. getrennt war. Aus den Schneefeldern liefen kleine Bäche in klare Bergseen, die wiederum Bäche speisten, die über die vermoorten Hänge des Berges talwärts flossen. Der zweite Gipfel war noch steiler, der Hang fiel die ersten 3-400m nahezu steil ab, Höhenangst lässt Grüssen. Dafür hatten wir eine herrliche Aussicht auf unseren Urlaubsort . Nun war es 18.30h. Wir starteten unseren Abstieg. Zunächst ging es 100m steil den Berg hinunter an Schnee-und Geröllfeldern, dann an der Steilkante entlang. Nach 1,5 Km erreichtenwir die Baumgrenze .
Nun wurde das Gelände morastig . Die Bäche flossen weit verzweigt, es wuchsen viele Moorpflanzen, das Wollgras blühte. Die Bäume waren sehr verwachsen. Dazu zwitscherten Meisen. Ein richtiger Eindruck von Wildniss. Dazu gehörte auch, dass immer ein Auge auf dem Weg sein musste, denn 1.konnte man stolpern und 2. sich verlaufen, denn der Weg war nur mit roten Punkten alle 20-30m auf Felsen gekennzeichnet. Der Wald wurde dichter, der Weg "beggehbarer" und um 22.00h waren wir an der Strasse nach Sognedal angekommen.
3,5h für 7km. Und nun fuhr uns der letzte Bus "vor der Nase" weg. Das hiess 6-7km Landstrasse laufen. Auf der Landstrasse, denn nicht nur die Strassen sind zu schmal, auch das Radwegenetz ist fast nicht vorhanden. Der Weg hätte ein Traum sein können, zumal die Rückblicke auf unseren Berg, die Aussicht auf den Fjord und die anderen Berge alles von einem rötlichen Abendlicht angestrahlt, sehr schön waren. Aber wir hatten leider kein Abendessen. Die Tankstelle schloss um 22.00h, die Läden früher und um 23.00h die Jugendherberge. Wir hatten aber Glück. Um 23.30h trafen wir noch den Herbergsvater beim Abschliessen an, der uns noch an unseren Kühlschrank lies. Ein erlebnisreicher und schöner Tag war gegen 24.00h zu Ende.
27.06.2001 Fjordfahrt
Um 10.30h fuhren wir per Bus nach Kaupanger. Das letzte Stück gingen wir in den Ort, warteten etwa 30min und fuhren dann mit der Fähre nach Gudvangen. Das Schiff war gut gefüllt, die Passagiere waren eine etwas sonderbare Mischung aus deutscher "Rentnerkompanie" (dt.Rentnerin:"Da wollten se uns zurückpfeifen Ho, ho, ho" ) und asiatischen "Fujifetischisten" . Zunächst passierten wir "unseren" Berg, das Store Haugefjell und hatten dabei die "umgekehrte" Perspektive. Nach etwa 1h fuhren wir in den Aurlandsfjord hinein. Die Berge wurden immer höher, der Fjord wurde zur Schlucht, die Abhänge wurden zu nackten Felswänden. Am Fuss der Berge gab dünne Bewaldung , darüber Schutthalden und schliesslich der nackte Fels von dem, durch die Schneefelder gespeist die Wasserfälle herabstürzen.
Die Wasserfälle haben Tiefen von bis zu 800m, grosse, kompakte wechseln sich mit wie in Adern fliessenden Fällen ab. Einige fallen wie in Kaskaden und erzeugen richtige Wasserwolken. Der Höhepunkt war der Naeröyfjord. Dort verengt sich Alles auf 250-500 m, d.H. der Fjord ist tiefer als breit. Dann kamen wir an 3 Siedlungen vorbei, die nur per Boot erreichbar sind -welch ein Leben für die Bewohner. In Gudvangen hatten wir 10 min Ruhe an Bord und dann ging es wieder zurück nach Kaupanger. Gegen 18.00h waren wir -müde und von der Natur fasziniert- in Sognedal.
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Blick in den Naröyfjord Richtung Süden. Der Naröyfjord ist ein Seitenarm des Sognefjords. An dieser Stelle ist er etwa 1200 m tief eingeschnitten. Die Wassertiefe beträgt zwischen 6 und etwa 1000m.
Rechts liegt eine der wenigen Festlandssiedlungen Europas, die nur per Schiff bzw. Flugzeug erreichbar sind.
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28.06.2001, Jotunheimen+ Reisetag a´la Provinz
Um 8.25h starteten wir in Sognedal. Wir fuhren um den Molden herum, ein ursprünglich von uns geplantes Wanderziel, ein Berg, der ansteigt und recht steil zum Fjord hin abfällt und 1118 m hoch ist. Leider war es etwas regnerisch. Nach etwa 1,5h bzw. ab Skjolden wurd´s abenteuerlich. Der Fjord war zuende und wurde zum schäumenden Fluss. Für die Strasse awr das Tal zu eng. Also quälte sich die Strasse steil bergan.Es war ein fantastischer Blick auf das Tal mit reissendemFluss nach unten und auf die steilen Klippen - oberhalb fesselten uns, verbunden mit dem Kunststück diese Strasse zu fahren. Sehr schnell wurde die Landschaft karg. Heide und niedriges Gestrüpp mit ez. Grasbüscheln bestimmten das Bild, unterbrochen von Klippen und Steilabhängen, dazwischen schäumende Bäche. Dann kamen erste Schneefelder in Sicht, dann sogar kleine Gletscher und Seen, die zugefroren waren. Ein arktischer Anblick. Zwischendurch gab es 2 Pausen wir "erkundeten" den Schnee und sahen den Skiläufern zu. Der Höhepunkt der Fahrt war das Gipfelmassiv des Jotunheimen mit dem "Galdhöppingen", dem mit 2369m höchsten Berg Norwegens. Er ist spitz und an seinen Seiten massiv vergletschert . Leider war die Sicht durch Regen und tiefhängende Wolken schlecht. Dann ging es wieder bergab. Die Täler wurden breiter, der Fluss schwoll zum Strom an und wir ruhten uns vom Erlebten aus.
In Otta, wo wir nach ca.4h Fahrt angekommen waren, wollten wir uns die Platzkarten für den Zug abholen. Nix da. Der Zug war voll. Fieberhafte Bemühungen setzten ein. Eine nette Dame vom Turistbüro organisierte 1,5 Plätze für uns. Dann gingen wir Essen -Fertigessen für 40 DM pro Person- Bäähh! Dabei auch noch Regenwetter und 5h Wartezeit. Dann kam endlich um 18.00h der Zug. 2 freie Plätze, dazu nebeneinander -welch ein Glück-. Der Aufwand und die Sorgen, überhaupt aus Otta weg zu kommen und den Schlafwagen zu erreichen waren also umsonst -aber wer konnte das wissen? Leider sassen wir am Kinderspielzimmer mit Fernseher und Frau mit Walkman in der Nähe. Oropax- dein Freund und Helfer. Ansonsten war der Zug schön eingerichtet und die Landschaft-das Dovrefjell, das durch seine baumfreie , ebene Plateaufläche aussah wie Tundra-, schön anzusehen. In Trondheim hatten wir etwa 1h Aufenthalt, die Stadt sah hübsch aus. Im Schlafwagen aßen wir kurz zu Abend, er fuhr um 22.20h ab. Die Nacht war angenehm, das Abteil komfortabel und das Frühstück am nächsten Morgen war ebenfalls zu unserer Zufriedenheit.
29.06./30.06. Lofotenodysse
Um 9.30h kamen wir in Bodö an.Wir organisierten unsere Weiterreise und deponierten unser Gepäck. Das Wetter war neblig-trüb. Neben Herumsitzen im Bahnhofswartesaal besichtigten wir auch noch die Stadt. Die Stadt war überwiegend schmuck- und lieblos. Interessant, aber ebenfalls eher unschön war die Kirche, von Aussen Rauhputz, innen ganz schlichte, gerade Formen. Dann waren wir auch noch im Turistbüro, unsere Weiterreise nach Kiruna organisieren. Um 15.30h legten wir mit dem Hurtigrutenschiff "Vesteralen" ab, nachdem wir um 14.30h eingechekt hatten. Das Schiff war langweilig, die sanitären Anlagen ungepflegt, das Publikum für so ein Schiff eher primitiv. Es war immer noch neblig und es nieselte. um 16.30h aßen wir Mittag. Schnitzel mit Gemüse, aber OHNE Sosse. Aber preiswert. Das erste "Highlight” des Tages war für mich ein 50 Nkr.-Gewinn am Glücksspielautomaten- der höchste Geldgewinn des Urlaubs.
Auf einmal lichtete sich der Nebel. Die Sonne und die Lofotenwand wurde sichtbar. Die vielen, steilen Zinnen boten einen majestätischen Anblick. Um 19.00h erreichten wir Stamsund. Die ganze Zeit spielten wir Mensch-ärgere dich nicht. Wir sahen den Entladungsarbeiten zu, etwas später kam der Entgegenkommer der Hurtigruten südwärts uns entgegen. Da kam richtiges "Nordlandfahrerfeeling" auf. Um 21.30h kamen wir in Svolvaer an. Um 22.00h fuhr unser Bus nach Melbu.
Die Fahrt über die Insel war faszinierend. Viele steile Berge, viele mit Schnee sahen wir. Um 22.45h erreichten wir die Fähre nach Melbu. Ein schönes Schiff. Wir gennossen den Blick auf die Berge und die rote, tiefstehende Sonne. Um 23.15h kamen wir in Melbu an. Dann "ging`s los". Niemand wartete, wie vereinbart, auf uns, erst per "Rechere" erreichten wir den Vermieter, ich dachte, das gegenüberliegende Hotel würde unsere "Heimat"....Dann kam unser Vermieter doch. Er war hektisch und oberflächlich. Wir liefen seinem Jeep hinterher zu unserem "Sjöhus". Das "Sjöhus" war unordentlich, in der Küche türmte sich Geschirr, das Bad war teils defekt. Eine 1/4h nach Einzug dröhnte laute Musik aus dem Pub, von dem wir nur einige Meter entfernt wohnten. Unser lieber Vermieter hatte noch 17min vorher beteuert, die Musik sei leise und nur selten an. Ein Lügner !!! Dann wurden auch noch die Fenster geöffnet, der Lärmpegel noch lauter. Dann stand eines fest: Wir müssen weg hier. Am besten sofort.
Wir begannen beim Melbu Hotell. Auch hier laute Musik. Das Vandrerhjem war geschlossen. Nach 3h hin-und hergehen, legten wir uns schliesslich -angezogen- ins Bett . Um 6.30h verliessen wir die Wohnung, hinterlegten wir statt 500kr. nur 200kr und einen Zettel mit der Aufschrift "Sorry , we can`t sleep". Dann ging´s schnell zur Fähre. Dort trank ich erst einmal einen Kakao und dann genossen wir die Aussicht. Mama fand heraus, dass am Samstag im Anschluss an die Fähre nach Svolavaer KEIN (!!!!!) einziger Bus fuhr. Der "Schaffner" organisierte uns eine Mitfahrgelegenheit.
Ein freundlicher Mann, ein Same, nahm uns mit. Wir unterhielten uns über Norwegen und über Deutschland sowie Fussball. Da hatten wir ein schönes Thema . HSV und Bundesliga , er kannte übrigens an Hamburg am besten unseren HSV . Und das nördlich des Polarkreises. Um 09.00h kamen wir in Svolvaer an. Wir gingen zum Busbahnhof und Mama fand die verlorengeglaubte Adresse einer Bed & Breakfeastpension. Wir hatten Glück, denn ein Doppelzimmer war noch frei .
Die Vermieterin, Anne-Gerd kam uns entgegen und half uns beim Gepäcktragen. Als wir da waren, aßen wir erst einmal richtig Frühstück und unterhielten uns dabei mit einem Unternehmerehepaar aus Sachsen. Ein sehr interessanter Austausch. Dann legten wir uns bis 16.00h schlafen. Danach unternahmen wir einen Stadtrundgang und gingen am hafen Pizza essen. Endlich hatte die Lofoten-Odysse ihr gutes Ende gefunden. Es war am Ende ein schöner "Doppeltag", denn selten haben wir soviel erlebt, ebenso selten soviel Hilfsbereitschaft wie hier, in Nordnorwegen .
01.07.Grillen+Tindenwandern
Bis Mittags Ruhe-und Schlaftag. Am Nachmittag gingen wir an unseren 150m langen Strand zum Pölse-Grillen. Es dauerte fast eine Stunde, den Grill anzuzünden. Am Ende, und zwar erfolgreich, versuchten wir die Kohle mit einem Holzfeuer im Grill zu entzünden. Mit Erfolg. Dann, nach 1,5h gab es endlich die Würstchen. Nebenbei baute ich mal wieder ein Autobahnmodell am Strand. Als sich Abends die Wolkenuntergrenze hob und die Berge frei wurden, wanderten wir zum Tjeldbergtind. Erst über einen Schotterweg . Dabei bekamen wir das Aussehen der Moltebeeren erklärt, gross und gelb sind sie mit vorhergehender weisser Blüte. Dann folgte ein steiler Pfad, über "Stock und Stein". Die letzten steilen 15m Höhenmeterauf den rechten, höheren Tind ging ich allein.
Die Aussicht war fantastisch. Im Westen Kabelvag mit der Lofotenkathedrale, im Norden in der tiefe idyllische waldumsäumte Seen, in der Höhe die vielen steilen Tindans, im Osten Svolvaer mit seinen vielen Schären. Nach ca. 5min zogen Wolken auf. Mal hüllten sie den Gipfel ganz ein, mal sah man Svolvaer schemenhaft. Dann wurde auf einmal der Blick auf die von der Sonne rot-gelblich angestrahlten Berge mit ihren Schneefeldern frei. Der kleinere Gipfel war mit seiner "Adlerperspektive" auf Svolvaer ebenfalls schön. Um 00.00h kamen wir im Hellen "Zuhause" an, um 00.30h waren wir dann im Bett.
02.07.Regenwetter und Spezialitäten aller Art
Wieder war ausschlafen angesagt,denn es regnete. Gegen Mittag wurden die Berge bis 650m wolkenfrei. Also starteten wir gegen 14.00h gen Jomfrutinden.Weit jedoch kamen wir nicht, denn nach 700 m fing es an zu regnen. Nach 1500m wurde aus dem Nieseln richtiger Landregen. Wir waren total durchnässt und der Himmel sah nicht nach Wetterbesserung aus. Als es Nachmittags trocknen wurde, ging ich an den Strand, Autobahnmodell bauen und Mama einkaufen. Um 19.00h hatte Annegerd Abendessen zubereitet. Es gab Klippfisch in einem Püree aus Tomaten, gekochten Zwiebeln und Kartoffeln. Für uns Deutsche eine besondere Spezialität. Zum Nachtisch gab es Rabarbergrütze. Während des Essen unterhielten wir uns sehr nett in Englisch (mit Rücksicht auf unseren Mitbewohner i.d. Pension, Arnulf, ein Kapitän). Gut für unsere Sprachkenntnisse. Arnulf spendierte Rotwein. Nicht nur am Tisch, sondern wohl auch sich in seinem Zimmer. Denn Abends sass er vor seinem Zimmer und fragte Mama "vil du kommer inte meg" (in mein Zimmer/Bett) ...naja... Ach ja, zu der Rabarbergrütze gab es dann noch die Moltebeeren, eine süße, gelbliche Frucht- eine nordländische Spezialität. Ein netter, wenn auch verregneter Tag war zu ende.
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Der “Standard”-Anblick von Svolvaer auf der Lofoteninsel Austvagöy unserem Urlaubsort- Es gab auch schönes Wetter -aber in unser Zeit meist Abends oder Nachts-.Die beiden kleinen Felsnasen (links)sind das Wahrzeichen Svolvaers.
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03.07.2001, Bergwanderung
Am nächsten Morgen regnete es wieder. Wieder ausgeschlafen, um 11.30h gefrühstückt. Um 16.00h startete ich mit Annegerd zur Wanderung auf einen Ausläufer des Kongstindans (386m). Das Wetter war etwas schwül, daher unternahm Mama lieber einen Svolvaer-Spaziergang. Zunächst gingen wir durch den Ort. Dann über einen Hang mit unzähligen kleinen Bächen. Nach etwa 200 Höhenmetern einen terassenartigen Vorsprung mit einem flachen, klaren Moorsee, der von Wollgras und Heide umgeben war. Dann ging es noch einmal ca.150m relativ steil nach Oben.
Als wir den Gipfel erreicht hatten, zog es relativ zu, sodass wir nur eingeschränkte Sicht hatten.Wir fotografierten etwas, Annegerd machte einige Erinnerungsfotos von mir. Dann stiegen herab. Dabei unterhielten wir uns über viele interessante Themen, ich erzählte etwas von Deutschland, Annegerd erzählte mir einges über Norwegen, z.B. über das viel praxisnähere Schulsystem, in dem es Fächer wie z.B. Rechtskunde gibt. Um 20.00h waren wir zurück. Es war eine schöne Wanderung, Annegerd war eine tolle Wanderführerin und mir in Puncto Fitness überlegen, obwohl ich nun auch nicht gerade lahm war. Danach aßen wir wir zu Abend und unterhielten uns nett zu dritt. Richtig "hygellig" war es.
05.07.2001-Abschied-
Wir waren traurig als wir Svolavaer "adieu" sagten Wir fuhren per Taxi zur Fähre nach Skuttvik. Ein rauher Wind (6Bft.) wehte. Wir fuhren an den Inseln Srova und Lille Mölla vorbei. Dort bildeten sich durch Hangaufwinde richtige lenticularis Wolkenberge über den Inseln. Obwohl die Fähre 20min Verspätung hatte, hatten wir Glück, denn der Bus wartete. In Ulsvag stiegen wir um. Nach 4h Busfahrt mit einer 25-minütigen Fährfahrt, entlang an vollkommen flachgeschliffenen steinernen Berghängen entlang , kamen wir in Narvik an. Dort schleppten wir unser Gepäck zum vollkommen überfüllten Bahnhof, wo wir uns Platzkarten und ein Gepäckschliessfach besorgten.Gegen 17.00h
trafen wir in der Jugendherberge ein, eine Ansammlung von 30 Hütten, pro Eingang von 2 Partien bewohnt, je Eingang ausgestattet mit Küche und geräumigem Bad.Am Abend unternahmen wir einen kleinen Spaziergang. Dabei sahen wir den Hausberg Narviks, das Fagernessfjell, 1362 m hoch mit seinen Skiliften, die anderen Schneeberge, von denen einer sogar einen Gletscher trug. Vor uns lag friedlich im sanften Abendlicht der Narvikfjord und die Mückenschwärme. Leider blieb uns, der geographisch zu 100% mögliche Blick, auf die Mittsommernachtssonne verwehrt, denn eine Warmfront zog auf.
05.07.Reisetag+Kiruna
Es regnete in Strömen. Diesmal mussten wir dennoch aus den Federn. Mit dem Bus zum Bahnhof. Der Zug war angenehm leer, ein Oldtimer übrigens.Langsam stieg der Zug durch die Regenwolken oberhalb des Fjords auf 600m ü.NN. Rechts von uns lagen gewaltige Steinberge, links von uns Seen und Flüsse.Langsam wurde die Landschaft flacher. Zugleich lockerte die Wolkendecke durch den Leeeffekt des Gebirges auf. Nach 3,5h waren wir in Kiruna. Schönes Wetter herrschte, wir brachten unser Gepäck unter und gingen erst mal Essen. ich aß geschnetzelten Elch, Mama feingeschnittenes Rind in einem gemütlichem Restaurant-Pub rechts vom Marktplatz. Danach bestigen wir den Hausberg Kirunas, der etwa 150m über Ortshöhe liegt und zugleich Wintersportgebiet Kirunas ist. Beim Aufstieg sammelte ich etwas Erz (Bleiglanz u.A.)von den Halden am Rand des Berges. Die Aussicht war beeindruckend. Im Westen lag das skandinavische Gebirge mit seinen Schneebergen, wobei sein höherer Teil von Wolken eingehüllt war.
Im Süden lag die Stadt, im Westen die riesigen Bergwerksanlagen mit ihren gewalteigen tafelbergsfömigen Halden und grossen Bahnanlagen. Im Norden lag das von dünnem Wald bewachsene Fjell, teils hügelig, aber Richtung Osten ziemlich flach. Dann begaben wir uns zum Flughafen und genossen noch einmal die klare, kühle Luft mit dem fast unwirklichen nördlichen Licht. Dann starteten wir. Ein tolles Gefühl, nur vom Platz über den Tragflächen getrübt. Dennoch sah ich die weiten, Seenübersääten Flächen des Fjells, Dann die Küste, dann flogen wir über den Bottnischen Meerbusen, die Luft war dunstig und deshalb war das Meer eine einzige grün-bläuliche diffuse Fläche. Nach etwa 1h erreichten wir wieder das Festland und die Schären von Stockholm.
Nach 1,5h Flugdauer landeten wir in Arlanda, 35 km nördlich von Stockholm. Es waren +27C, d.H. 14 Grad wärmer als in Kiruna-um 20.30h (!)Die Sonne stand tief und verbreitete ein ganz anderes, viel "wärmeres" Licht als in Kiruna. Wir fuhren dann ca.45 Km durch die Peripherie Stockholms über grosszügige Strassen (endlich wieder) zum Zentralbahnhof. Die Wiedersehensfreude war gross, die Erschöpfung auch. Um 23.05h kamen wir, nachdem wir 4 Stationen mit der U-Bahn gefahren waren im Vandrerheim Zinkensdamm an und fielen sehr bald ins Bett.
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06.07.2001-1.Tag Stockholm-
Ausschlafen bis 10.00h. Frühstücken bis 11.30h. Aufbruch zur Stadttour um 13.30h. Hitzebedingt. Zunächst gingen zur Promenade"Mälarstranden", dann durch die Gamla Stan, vorbei an vielen Restaurants und einem Brunnen, aus dem ich 1Skr. fischte. Dann führte unser Weg zwecks Geld+Fahrkarten zum Hovedbanegard. Alles bei einer "Affenhitze". Dann folgte ein kurzer Stadtrundgang u.A.durch die gr. Einkaufsstrassen zum Sergelstorg, dem "Piccadilly-circus" Stockholms. Von da aus per U -Bahn und zu Fuss zurück zum Stadshuset, "Sandwich"-Eis im Schatten essen. Von Da aus zum Nybroviken auf der Suche nach einem Ausflugschiff. Aber leider waren Alle schon weg.
Also gingen wir zurück in Richtung Stadshuset, zum Kai der Mälarenschiffe(Mälaren und "Ostsee sind durch nur für Sportboote befahrbare Schleusen voneinander getrennt). Ein Schiff bereitete seine Abfahrt gerade vor. Wir hasteten an Bord. Es fuhr nach Drottningholm, dem Sitz der schwed. Königsfamilie. Das Schiff wurde von einer jungen Besatzung geführt, deren Kunststücke mit der Gangway wir bestaunten (mal vorne über´n Bug mal über die Seite, mal ganz ohne, mal 45 Grad, mal nur einen der Stühle als "Tritt") wir sahen Leute auf den Anlegern Grillen, hunderte Menschen am Ufer den Sommer "feiern"oder von Brückenpfeilern springen. Und keiner regte sich auf.Typisch angenehm skandinavisch. Wir passierten viele kleine Inseln, in jeder 2.Bucht lagen Boote oder lagerten Leute zwecks Picknick. Die Felsen kamen uns richtig "lieblich" vor, nach all den schroffen Höhen, die wir erlebt hatten.Drottningholm war geprägt von Parks und Landhäusern.
Gegen 20.30h kamen wir wieder am Kai an. Danach gingen wir in die Gamla Stan und aßen auf einem der belebten Plätze noch einen Salat zu Abend und liessen diesen schönen Tag in der Abendsonne Stockholms ausklingen...
07.07.2001 2.Tag Stockholm
Wieder begann der Tag mit Ausschlafen+ausgiebigem Frühstück. Heute unternahmen wir folgenden Stadtrundgang: Zinkensdamm-Centralstasjon(U-Bahn)-Sverigehuset (langweilig und überfüllt im Gegensatz zu 1995). Dann besuchten wir “unser” mittlerweile total sanierte Vandererheim von unserer Stockholmreise 1995 und die Insel Skeppsholmen, wo wir Zeitung lasen. Dann fuhren wir per Fähre nach Djurgarden, pickneten dort kurz, die Freizeitparks besuchten wir nicht. Sie waren für den verlangten Eintritt zu klein bzw. zu langweilig. Abends aßen wir dann noch sehr gut und gemütlich bei einem Italiener in eine der Gässchen der Gamla Stan. Ein dritter Tag Stockholm wäre die Krönung gewesen, dann hätte man einen Ruhetag gehabt und in die Natur fahren können. Dafür hat man wenigstens noch etwas für den nächsten Stockholm-Besuch.
08.07.2001 Reisetag
Etwas wehmütig war uns beim Abschied aus Stockholm. Um 10.15h fuhren mit einem X2000 ab, zunächst fuhren wir gleich auf eine Neubautrasse, die uns gegenüber früher über 1h sparte. Die Sitzabstände sowie die übrige Einrichtung sind komfortabel. Dazu war unser Grossraumabteil relativ leer. Die Fahrt war bis Nässjö¶ angenehm ruhig. Dann stieg eine junge Frau mit Walkman ein. Sie nervte. Diese Leute, die sich ohne Rücksicht auf andere breitmachen, Musik laut hören oder permanent mobiltelefonieren sind ein Grund für uns vermehrt aufs Flugzeug umzusteigen. Nach 5h Fahrt durch Wälder, vorbei an Seen und kleinen Ortschaften kamen wir in Malmö an. Dort stiegen wir in den Regionalzug nach Kopenhagen um. Der Zug verspätete sich unnötig um 30min und das Publikum war unangenehm. Der Zug fuhr zunächst nach Süden über die vorhandene Bahnstrecke und schwenkte dann auf die grosszügige Neubaustrecke ein (Dieser Bogen soll ab ca.2010 durch einen Citytunnel entfallen). Dann ging es auf die Brücke.Die Schienenstrecke verlief unter der Fahrbahn. Alle Eindrücke und techn. Angaben würden diesen Bericht in der Länge verdoppeln. Nach 3,5km Tunnel kamen wir in Köbenhavn-Flyehavn an.
Interessiert Sie die Öresundverbindung? Dann finden unter diesem Link mein Special zu Bau und Betrieb der Öresundbrücke+Tunnel sowie deren Anschlussbauwerke!
Der Bahnhof war unterirdisch mit einer Glaskuppel. Die Wände waren in Beige gehalten. Die Anlage machte einen sehr eleganten Eindruck. Nach 20min waren wir dann in Köbenhavn- Hovedbanegard. Wir waren aufgrund der Reise und der Hitze fix und fertig. Noch einfmal warteten wir 1h. Abends gegen 19.00h kamen wir dann im Vandrerhjem an, das in einer fast steppenöhnlichen Einöde im Stadtteil Amager liegt. Daneben war der neue Stadtteil Örestad mit der neuen T-bane Köbenhavns in Bau .
08.07.2001 Letzer Urlaubs-und Reisetag
Als erstes fuhren wir zum Bahnhof. Wir wollten eigentlich schon um 10.00h fahren.Im Kundencenter, wo wir eigentlich umbuchen wollten, waren etwa 50 vor uns und nur gut die Hälfte der Schalter besetzt. Da dachten wir "WER BAHN FÄHRT IST BLÖD!" und nicht zum ersten Mal. Also liessen wir Es. Und es sollte sein Gutes haben:1/2 Tag Kopenhagen: Zunächst gingen wir über den sehr belebten Ströget. Dann aber eine seiner Nebenstrassen, die ein sehr attraktives Angebot von kleinen interessanten Läden und Restaurants aufweisen. Dort kauften wir auch für mein Nachttisch einen "Baby Ghost", eine kleine Lampe. Danach gingen wir zur Christianskirche, eine Kirche mit einem hohem, wie ein Schneckenhaus gedrehten Turm. Diesen Turm wollten wir besteigen.Mama tat es auch . Aber die Aussicht 50m hinab bei nur 1,5m Breite des Umgangs trieben mich nach nur 30 Sekunden wieder nach Unten.
Dann aßen wir auf einer Bank am Christianshavn Nudelsalat und Fischspezialitäten, die wir uns in einem Fischgeschäft gekauft hatten. Dann gingen wir zur Bibliothek. Einem Gebäude, bestehend aus einem altem und einem neuen, über eine Strasse hinweg angebauten Teil mit viel Glas, schwarzem Marmor und Eisen. Kurz: schlicht aber höchst stilvoll. Gegen 13.00h verliessen wir Köbenhavn per Zug gen Hamburg. Die Zugfahrt verlief unspektakulär. Die neuen Doppelendfährschiffe der Vogelfluglinie gefielen uns gut. Ein schönes, lichtes Atrium befindet sich in der Mitte, an das sich freundlich gestaltete Salons anschliessen. Wir aßen zunächst Fischfilet mit Kartoffeln und Remoulade. Dann gingen wir an Deck, ein rauer Wind mit 6 Bft. wehte. So macht Fähre fahren Spass. Nach 45 min gingen wir zurück in den Zug. Die Fahrt verlief ruhig, das Wetter wurde besser Richtung Heimat. Um 20.00h kamen wir dann Zuhause an. 16 Tage überwiegend schöner Urlaub waren zuende.
Serviceteil
Hier finden Sie noch eine Bewertung der Unterkünfte bzw. Verkehrsmittel nach verschiedenen Kriterien, die eine Auswahl erleichtern sollen sowie einige Adressen und Zusatzinformationen
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Bewertung der Unterkünfte:
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Unterkunft
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Ausstattung
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Sanitär
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Gastgeber
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Lage
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Verk.Anb.
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Mahlzeiten
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Gesamt
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Kiel-Oslo F.
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1,5
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2
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2
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2
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3 *
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3
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2,3
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Jhb.Sognedal
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2
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2,5
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2
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2
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1,5
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3,5
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2,2
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Schlafw.NSB
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2,5
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2
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2
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2
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2
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2
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2,0
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Sjöhus Melbu
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3,5
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3,5
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6
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4
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3
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-
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4,2
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B+B Svolvaer
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1,5
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2
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1
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1,5
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2
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1,5
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1,7
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Jhb.Narvik 3*
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2
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1,5
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2,5
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2
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2
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-
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2,4
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Jhb.Stockh.1*
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3
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2,5
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2
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2
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2
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2,5
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2,1
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Jhb.Kopenh.2*
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2
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3
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2
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2
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2
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2,5
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2,4
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Gesamt
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2,1
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2,3
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2,4
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2,2
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2,2
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2,4
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2,4
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*Fähranleger Kiel: Erreichbarkeit zu Fuß sehr gut, Oslo: knapp ausreichend, Busfahrt + lange Wege
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1*Jugendherberge Stockholm-Zinkensdamm; die zentrale Jugendherberge auf der Insel “Skeppsholmen” ist noch ein wenig schöner und vor allem zentraler.
2*Jugendherberge Kopenhagen-Kastrup -etwas abseits gelegen, aber sehr familienfreundlich
3*Jugendherberge Narvik: sehr schöne Anlage, geräumige Hütten für je 2 “Partien”
Tipps:
1. Wenn man die Bahn als Fernreisemittel benutzt: Ohne Platzkarte geht nichts! wir hatten bei unserem o.G. Erlebnis viel Glück und einen netten Schaffner
2.Fjordfahrten: Ohne sie erfasst man nur die Hälfte der imposanten Schönheit der Fjorde!
3.Topp und Flopp zugleich: die Küche Norwegens. Flopp: die Vielfältigkeit und Zubereitung (Fleisch ohne Soße usw.); nur selten gibt es frischen Fisch. Topp: Elchfleisch und Moltebeeren, also die sog. Spezialitäten!
Simon Bruckner im Sommer 2001, überarbeitet am 25.01.2003
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