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Urlaubstagebuch Mallorca 2009

 

Übersicht unserer Ausflüge- zum Vergrößern bitte 1x anklicken

30.05.2009 endlich: Abflug!

Bevor ich meinen Mitreisenden Gunnar am Flughafen traf, fuhr ich zum ersten mal mit der schönen neuen Flughafen S-Bahn dorthin. Nach unserem Start bot sich ein sehr schöner Blick die Elbe hinunter bis zur Nordsee. Dann ging es über das Ruhrgebiet in Richtung Alpen und das alles bei Recht guter Sicht, auch den Anflug auf Palma konnten wir sehr schön genießen. Der Flughafen in Plam war eher wenig einladend, bis wir den Bus gefunden hatten dauerte es doch ein wenig. Dann endlich gings quer durch Palma zum Hotel. Die Architektur wirkte auf mich, der bisher eher weniger im Süden war etwas ungewohnt, aber die Stadt versprühte von der ersten Minute an ihren Charme.

Im Hotel Augusta angekommen wurden wir sehr freundlich an der Rezeption begrüßt, wir wurden gleich per Stadtplan umfassen „eingewiesen“. Das Zimmer war sehr geräumig und uns bot sich ein schöner Blick über Palma. Am Abend waren wir dann im Einkaufszentrum Porto-Pi, gleich um die Ecke etwas Einkaufen und anschließend Kicker und Billard spielen. Der Kicker allerdings war aber etwas anders als hierzulande: Zweibeinig und mit mehr Gefälle auf dem Spielfeld. Alles Gewöhnungssache. Anschließend ließen wir den Tag an einem kleinen Felsstrand ganz in der Nähe ausklingen...Buenas Noches die erste;-).


30.05.2009 Ankommen in Palma

Der Tag begann mit einem „Poolprogramm“. Am frühen Nachmittag starteten wir unseren Rundgang entlang der Hafenpromenade der „Passeig de Maritim“, die aus unzähligen Restaurants, Hotels und Souvenirläden mit Blick auf den schier endlosen Yachthafen Palmas, in dem von der Nussschale bis zur 60m-Yacht alles zu finden war. Dann war unser Plan im Stadtviertel „Santa Catalina“, vom Reiseführer empfohlen, zu essen. Nichts hatte auf. Totenstille fast! Es war Siesta-also: Lerneffekt mit knurrendem Magen.


Hier die ersten Bilder unseres Urlaubs...für die Ansicht in Orginalgröße bitte 1x anklicken

Palmengarten am Passeig de Maritim
Am Torrent de sa Riera
Blick von der Kathedrale auf den Parc de Mar
Gasse zur Siestazeit in Palmas Innenstadt

Die wenigen Restaurants, die offen, waren Touristenlokale, die voll und zu teuer waren. Wir setzten also unseren Rundgang durch die Altstadt fort, durch enge Gassen und entlang an kleinen Plätzen, die fast alle mit sehr gepflegten Blumenrabatten versehen waren, die auf uns deutlich gepflegter als in Hamburg erschienen. Dann kamen wir zu der prachtvollen Kathedrale an, die wasserseitig von einem Kastell eingerahmt war mit herrlichem Blick auf die „Badia de Palma“. Etwas weiter fanden wir dann doch ein passables Restaurant, es gab eine Fleischteller zu 13,50€. Wenigstens satt waren wir. Und fast akklimatisiert auch. Den Abend ließen wir im Porto-O bei packenden Kicker-und Airhockeyduellen ausklingen, einmal davon mit einem spanischen Pärchen, die Verständigung fand mit Zeichensprache, 5-7 Worten Espanol und ähnlich vielen Worten Englisch statt-witzig wars auf jeden Fall!

 

gedrehter Olivenbaum auf einem der unzähligen Plätze Palmas
Blick von unserem Balkon auf Pool und Palma;-)
Blick von der Kathedrale auf die Hügel Palmas und auf fotografierende Touristen:)
Der Eingang der Kathedrale zu Palma


01.06.2009 Soller & erste Wandertour

Nach ausgiebigem Frühstück, bei dem uns der täglich wechselnde Aufschnitt positiv auffiel, ging es zum Autovermieter. Ausgeguckt hatten wir uns Europcar. Doch die hatten keinen einzigen PKW mehr! Zum Glück war 100m weiter am Passeig de Maritim eine Agentur von „Hertz“. Dort liehen wir uns einen kleinen „Chevrolet“, mit einem Opel Corsa vergleichbar. Glück gehabt-nach einem umfassenden Einkauf im Porto-Pi. Dort bekam ich zwar keinen Hut aber Turnschuhe und zahlreiche Leckereien.

Blick vom "Coll de Soller" hinab in Richtung Palma
Die Strandpromenade & Bucht von Port de Soller
Blick von Port de Soller auf die Serra Tramuntana

Danach gings durch die wildromantische Serra Tramuntana über den „Coll de Soller“, einem ca. 500m hoch gelegenen Pass, den man über unzählige Serpentinen erreicht-Kompliment an den Fahrer. Von dort aus ging´s nach kurzer Fotopause nach Port de Soller, wo wir nach einem eher halbherzigen Badeversuch einkehrten und ich mir leckere Gnocchi mit Meeresfrüchten gönnte-sehr lecker aber für 12,50€ für einen kleinen Teller eindeutig zu teuer!

Zurück ging es durch den Tunnel, wir parkten unser Auto gegen 19h bei Bunyola. Die Wanderung ging los. Wir gingen zunächst durch Oliven-und Orangenhaine sanft bergan. Nach ca. 1KM verliefen wir uns leider. Ein pöbelnder Besitzer brachte uns zu der Erkenntnis, den Wanderführer doch etwas wörtlicher zu nehmen;-). Über schöne, verwachsene aber unübersichtliche Wege an unzähligen Steinmäucherchen vorbei-auch dank zweideutiger Beschreibung mühten wir uns weiter -alle 20m ein Blick in den Führer-bergan. Dann kam der steile Anstieg durch den Bergwald. Der Schweiß perlte, es war anstrengend und doch ein irre gutes Adrenalin-Gefühl.

Dann liefen wir an einer steilen Felswand entlang, bei alledem ging die Sonne unter. Laut Führer sollten wir nun an die „Pas de sa Fesa“ gelangen-eine Felsschlucht, doch die war weder an der Felswand noch in der Umgebung-also navigierten wir halbwegs blind zum nächsten Zielpunkt, wo wir auch exakt ankamen-umso verwunderter waren wir. Nun war die Sonne zwar weg, der Weg aber klar und der Ausblick auf die Lichter Palmas und die umliegenden Berge in der Abenddämmerung war einfach beeindruckend schön.

Zum "Sa Gubia" bergan durch Olivenhaine
Stallrunine auf dem Weg bergan
späte Abenddämmerung 30min vom "Sa Gubia"

Die letzten 10min Anstieg zum 608m hohen „Sa Gubia“, der sich schroff als Felsspitze über seiner Umgebung erhob, führten über Kalkklippen durch ein Pinienwäldchen. Auf dem Gipfel angekommen war es 22h, finster, aber es schien der Mond und tauchte die Landschaft in ein geradezu magisches Licht und es wehte kein Luftzug-eigentlich ungewöhnlich-es war ein Moment für die „Ewigkeit“, auch wenn wir ihn nicht fotografieren konnten, den man immer im Herzen und Auge trägt.

Zurück ging es in endlosen Serpentinen über einen Fahrweg bei schönstem Sternen-und Mondschein gen Auto, wo wir um 24h erschöpft ankamen. Unser Weg führte heute direkt ins Hotelzimmer;-).

02.06.2009 Peguera: Badespaß und Wandertour

Heute sollte es bei keinem „Badeversuch“ bleiben. Peguera war das Ziel. Und, siehe da, keine 50m von unserem Parkplatz lag ein flacher, breiter, herrlich weißer Sandstrand. Ab ins Wasser hieß die Devise-herrlich! Zwischendurch aßen wir gut und preiswert und kamen uns mit deutscher Bedienung, Speisekarte und Gästen wirklich wie im „17. Bundesland“ vor. Danach ging das Badevergnügen mit gekauftem Badeboot weiter. Später fuhren wir durch den idyllisch-verwinkelten Ort und staunten über die zahlreichen deutschen Kneipennamen wie „Bayernstübl“. Ziel war eine kleine Straße auf halber Berghöhe des 280m hohen Hausbergs von Peguera, dem „Sa Bruta“.

 

Pinienwäldchen am "Sa Bruta"
Blick vom Sa Bruta auf Peguera
Blick vom Sa Bruta auf Camp de Mar & das Mittelmeer

Der steinige Weg führte uns durch ein Pinienwäldchen vorbei an Klippen durch eine sehr mediterrane Vegetation, überhaupt hatte man den Eindruck Mallorca sei auf diesem Teil der Insel ein einziger Wald. Das letzte Stück des Wege war eine steile Kletterpartie. Der Ausblick auf dem Gipfel war mehr als schön. Im Osten und Westen, die von Felsen eingefassten Sandbuchten und das türkisfarbene, kristallklare weite Mittelmeer, der Ort, umgeben von Olivenhainen und alles in ein sanftes Abendlicht getaucht. Im Norden sahen wir die schöne Bergkette der Serra Tramuntana. Der Abstieg war entspannt und den späteren Abend ließen wir wieder bei Kicker und Airhockey im Porto Pi ausklingen.


03.06.2009 Trip in den Nordosten

Nach einem schönen Frühstück und Abkühlung im Pool ging es via Autobahn nach Alcudia. Hierbei muss angemerkt werden dass das Straßennetz ganz hervorragend ausgebaut ist, aber die Beschilderung ist, zumindest außerhalb der Autobahnen sehr karg. Große Aufmerksamkeit ist also gefragt-oder ein „Navi“, wobei ich letzteres für Schick-Schnack halte;-).

Das Bergpanorama auf der einen Seite und der flache Teil Mallorcas mit endlosen Feldern und Hainen und seinen Fincas war ein sehr schöner Anblick bzw. Kontrast. Alcudia hat eine schöne Stadtmauer, hat aber ansonsten aber eher wenig zu bieten. Nach dem Ort fuhren wir über eine kleine Straße zum „Coll de Baix“, einer von Bergen gesäumten, pinienbestandenen Anhöhe mit der malerischen Bucht „Platja del Coll Baix“ unterhalb. Die linke Anhöhe, der „Puig des Boc“, Teil des „Cap Pinar“ war unser Ziel. Hier war die Pflanzenwelt ungleich karger als im Süden der Insel, was auch an dem starken Mengenunterschiede bei den Niederschlägen liegt (350mm/1300mm pro Jahr). Die Sonne brannte-auch dank Mittagszeit sehr, sodass wir den nächsthöheren Berg, den „Talaia de Alcudia“ nicht in Angriff nahmen, sondern ins Tal zurückkehrten.

Küstengebirge beim Coll Baix
Die malerische Platja de Coll Baix
Bergsteppe + Aussicht auf den Talalia de Alcudia
Kappele Sant Jordi in Pollenca

Es ging weiter ins wunderschöne ins durch viele Gassen und Plätze verwinkelte Pollenca. Auf dem Marktplatz ließen wir uns zum Essen nieder. Es folgte Touristennepp pur!

4 kleine Tintenfischecken, ein Hauch Gemüse und eine Hand voll Pommes Frites fanden sich zu 12€ auf meinem Teller. Das war aber auch unser Fehler-in den Seitengassen sah es ungleich besser aus. Obwohl es nichts zu verdauen gab, führte uns unser Verdauungsspaziergang 350 Stufen zur der winzigen, offenen Kapelle „Sant Jordi“ mit sehr schöner Sicht über Stadt und Berge-ein absolutes Muss!

Blick vom Dom Pollenca´s auf den Puig de Maria
blühender Kaktus neben der Kapelle Sant Jordi in Pollenca
Pollenca: Aussicht auf die Serra Tramuntana
Unterwegs in den
Gassen Pollencas

Anschließend fuhren wir nach Port de Pollenca, einem kleinen, friedlichen Touristenort. Dort badeten wir an schönem Sandstrand im wiederum herrlich klaren und warmen Wasser mit schönem Blick auf das Cap Formentor - aber mit leeren Kamera-Akku (: , mit dem wir schon ein schönes Ziel fürs nächste Mal haben. Muss ich schreiben, wo wir spielend den Abend verbrachten:)?


04.07.2009 Serra Tramuntana pur

Aus Zeitgründen ging es diesmal gleich durch den Mauttunnel bei Soller (4,45€ Maut pro PKW). Von dort aus stieg die Gebirgsstraße zu unserem Ziel, dem Cuber-Stausee von 100m auf über 750m ü. NN in schier endlosen Serpentinen über den „Mirador de sus Barques“, einem sehr schönen Aussichtspunkt, mit schönen Talblick auf Port de Soller. Der Ausblick auf die gigantischen Felswände, der „Serra de Torella“ war beeindruckend, schließlich fragte ich mich, wo es denn „weiter ginge“ bis ein 400m langer Tunnel die Frage beantwortete.

Am Stausee angekommen zogen wir unsere Wanderschuhe an und los gings mit Proviant und 2l Wasser pro Person im Rucksack. Schon dort schweifte der Blick auf die majestätischen Gipfel, auf den Puig Major, mit 1447m der höchste Berg Mallorcars, der leider militärisches Sperrgebiet ist. Auch all die anderen Gipfel, die im Wanderführer als Touren beschrieben waren, sahen wir, nur sie waren zu alpin für uns-Stichwort Schwindelfreiheit/Höhenunterschied.

Start unser Wanderung+Puig Major (1447m)
Schafsstall und blühender Ginster
Blick vom Coll de I´Ovre zum Cuber-Stausee
kurz vorm Gipfel des Puig de I´Ovre

Also, los gings auf 765m Höhe am Stausee entlang, der einen Teil der Trinkwasserversorgung Palmas übernimmt, auch wenn selbiges zum Trinken (Chlor!) ungenießbar ist. Nach dem Stausee ging es durch ein Hochtal entlang an Ställen, Eseln, Rindern und Schaafen zum „Coll de Ovre“, einem Pass, wo sich zur anderen Seite der Pilgerpfad nach Binairix ins Tal stürzte. Wir jedoch stiegen erst sanft dem Gipfel des „Puig de Ovre“ entgegen, dann etwas steiler auf den felsigen Bergrücken und dann an Steinmännchen entlang zum schroffen Gipfel auf 1090m Höhe.

Aussicht auf Mallorcas Osten
Puig Major und Cuber-Stausee
Bergflanke des Puig de I Ovre
Abendsonne über der Bucht von Soller

Dort bot sich ein traumhaftes Panorama. Leider war es etwas dunstig, an der Küste bei Soller sahen wir Seenebel, aber ansonsten die volle Pracht der Serra Tramuntana. Für den Abstieg wählten wir die steile SO-Seite des Berges, was nicht minder anstrengend als der Aufstieg war. Es folgten eine entspannte Heimfahrt und Abend.


05.06.2009 Out of Order

Was auch immer im selbstzubereiteten Abendessen war- Gunnar vertrug es-ich nicht. Ich erspare euch an dieser Stelle Einzelheiten, aber Tag war gelaufen und ich lag im Bett. Eigentlich sollte das unser zuvor immer wieder verschobener Arenal-Abend werden. Es wurde leider nur ein Abend mit Pizza im netten Hotelrestaurant und ein kleiner Poolbadegang. Gute Nacht!


06.06.2009 Heimreise

Voller Wehmut räumten wir unser Zimmer, ein Trinkgeld für den guten Service nicht vergessend. Per Buslinie 3 gings zum Airport. Schnell waren wir im Flieger und da wir am Gang saßen, gibt’s wenig zu berichten. Ein nahezu rundum gelungener Urlaub war zu Ende!


3 Tipps aus eigner Erfahrung:

Auto:

Mietwagen stets vorreservieren, Route wegen schlechter Beschilderung stes gut planen-für Palma-am besten gleich auf den Autobahnring-selbst ein Paar Km mehr ersparen vielen innerstädtischen Stress;-)

Essen:

-Wenn es einheimisch sein soll, möglichst Abends und erstmal in Seitenstraßen umschauen...

-Gleich Wasser einkaufen, das Trinkwasser ist nur zum Duschen geeignet, auf Wanderungen nie weniger als 2l pro Nase mitnehmen

Und hier zum Offline-Lesen: die Word-Version für euch!

Wenn ihr weitere Tipps habt, schreibt mir bitte!

Simon Bruckner, den 22.06.2009

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