Erst-und Zweitstimme
Größere Karte gefällig? Doppelklick auf die Karte! Trends Die Wählerwanderung von der SPD zur Linken und von der CDU zur FDP als auch der Rückgang der Beteiligung, dort am wenigsten wo sie am höchsten ist und am heftigsten in Gebieten mit ohnehin geringer Beteiligung sind die Schlaglichter dieser Wahl in Altona. Auch der sinkende Konzentrationsgrad der Volksparteien - SPD und CDU erhielten nur noch von 51,8% (63,4%) Stimmen ist bemerkenswert -ebenso der Rückgang bei den Erststimmen von 79,6% auf 66,4%.Aber: sinkende Anteile der Volksparteien sind meiner Meinung nach keine Gesetzmäßigkeit wie auch z.B. die Bürgerschaftswahl 2008 mit nahezu konstant hohem Anteil zeigte. Durch die Auflösung von Stammmilieus aber werden die Unberechenbarkeit und Schwankungen größer. Die Wahlbeteiligung sinkt zwar um 5,2Pp auf 74,7%, dieser Rückgang ist aber unterdurchschnittlich. Folgende Trends werden sichtbar: -Nahezu stabile Beteiligung in den Spitzenbezirken (siehe CDU-und FDP-Hochburgen) -nur leichte Rückgänge im Kerngebiet, das mittlerweile deutlich über dem Altonaer Schnitt liegt (siehe Grünen-Hochburgen) -durchschnittliche Rückgänge auf mittlerem-höherem Niveau in „Durchschnittstadtteilen“ -massive Rückgänge in sozialen Brennpunkten auf ohnehin tiefem Niveau (SPD-Hochburgen) Wahlbeteiligung verändert die Gewichtungen der Stadtteile Die SPD leidet unter den stark sinkenden Beteiligungen in Ihren Hochburgen, hierdurch wirken sich diese Ergebnisse weniger positiv aus CDU und neuerdings auch die SPD leiden unter der stabilen Kerngebietswahlbeteiligung, wodurch wiederum das Ergebnis der GAL und Linken aufgewertet wird. Die CDU leidet unter der hohen Beteiligung in ihren Hochburgen. Was ihr ansonsten als Schwergewicht nutzt, verstärkt diesmal die Wirkung ihrer Verluste- und nützt der FDP Die Parteien & Ihre Hochburgen Die SPD liegt in 6 Stadtteilen bei den Zweitstimmen vorn, am besten schneidet sie in Lurup mit 35,9% ab. Bei den Erststimmen in 8 (Lurup= 46,2%), hier kommen die 2 GAL-Zweitstimmenstadtteile Altona-Nord und Ottensen durch Stimmensplitting bedingt hinzu. Zwar ist der Stimmenanteil der SPD –insbesondere in ihren Hochburgen-dramatisch zurückgegangen, aber das Splittingplus blieb mit +10,9 Pp nach +10,8 Pp nahezu unverändert hoch und liegt im Kerngebiet vielerorts bei 15Pp. In den Elbvororten sind die SPD-Verluste eher gering, mitunter kommt es sogar zu punktuellen Zuwächsen.
…Sind Wahlbezirke, in denen die SPD 2005 über 51,0% der Zweitstimmen erreichte.
Zweitstimme in %
Die CDU wird in 6 von 14 Stadtteilen stärkste Partei, erreicht jedoch nur in Nienstedten mit 40,6% über 40% der der Zweitstimmen. Sie verzeichnet einen leichten Stimmenrückgang, insbesondere in Ihren Hochburgen, wobei ihr Wahlkreiskandidat Marcus Weinberg etwas höhere Einbußen hinnehmen musste. Ich vermute, dass einige bürgerliche Wähler aus Protest gegen die Schulreform der FDP die Erststimme gegeben haben. Hier hat die CDU, obwohl der Abstand zur SPD geringer wurde Bezirke an sie verloren! Wie kam es dazu? Im Kerngebiet hat Olaf Scholz deutlich eingebüsst, auch den SPD-Hochburgen. In den CDU-Schwerpunkten und Hochburgen jedoch verlor Marcus Weinberg deutlich und bei fast stabilen Scholz-Anteilen gelang so der knappe Hinzugewinn einiger Wahlbezirke. In Ihren schwächeren Gebieten gelang der CDU eine leichte Konsolidierung.
…Sind Wahlbezirke, in denen die CDU 2005 über 46,5% der Zweitstimmen erreichte. Diese liegen 3x in Othmarschen, 4x in Nienstedten, 2x in Blankenese, sowie 1x in Osdorf. Sie “säumen” somit mehr oder weniger die Elbchaussee und sind somit ein Gebiet mit niedriger-mittlerer Einwohnerdichte und hohem Sozialstatus. Erststimme in %
Die GAL wird in Altona-Nord (29,7%) und Ottensen (29,2%) Zweitstimmen- stärkste Partei, liegt in allen Stadtteilen außer Lurup mit 9,7% über 10%. Im Kerngebiet gibt es leichte Verluste, die wohl dem Anwachsen der Linken geschuldet sind, in den übrigen- auch den bürgerlichen Stadtteilen fast unveränderte Ergebnisse. Bei den Erstimmen kann die GAL zulegen, hier vermindert sich gerade im Kerngebiet die Splittingbereitschaft zu Gunsten der SPD, wenn auch nur leicht. Hochburgen der GAL… …Sind Wahlbezirke, in denen die GAL 2005 über 34,6% der Zweitstimmen erreichte. Diese liegen 1x in Altona-Altstadt, 4x in Altona-Nord und 5x in Ottensen. Alle Gebiete haben mittleren Sozialstatus und eine hohe Einwohnerdichte. Erststimme in %
Zweitstimme in %
Die FDP liegt nun außer in ganz wenigen sehr linksalternativ geprägten Wahlbezirken im Kerngebiet flächendeckend über 5%. Auf Stadtteilebene zwischen 6,3% (Sternschanze), in Bahrenfeld und Lurup um die 10%. In den Elbvororten erreicht sie zwischen 17,9% in Rissen und 23,2% in Blankenese mit einer spektakulären Spitze im Wahlbezirk Hochrad (Othmarschen) mit 32,9%. Damit ist die FDP neben der Linken die einzige Partei der ein Hochburgenausbau gelingt. Hochburgen der FDP… …Sind Wahlbezirke, in denen die GAL 2005 über 16,9% der Zweitstimmen erreichte. Diese liegen 1x in Groß-Flottbek, 2x in Othmarschen, 1x in Nienstedten und 5x in Blankenese. Alle Gebiete haben hohen Sozialstatus und eine niedrige Einwohnerdichte. Erststimme in %
Zweitstimme in %
Hochburgen der „Linken“… …Sind Wahlbezirke, in denen die Linke 2005 über 12,7% der Zweitstimmen erreichte. Diese liegen 5x in Altona-Altstadt und ebenfalls 5x in Ottensen. Alle Gebiete haben niedrigen-mittleren Sozialstatus, waren bis in die 90er Jahre SPD-Hochburgen und haben eine hohe Einwohnerdichte. Erststimme in %
Zweitstimme in %
-Erststimme-
Zweitstimmentopps und Flops in % der Parteien in den Wahllokale
Simon Bruckner, den 07.10.2009 Hier zum ausdrucken: die Word-Version |
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