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Landesstimmen in %
Und wieder eine Wahl mit gewaltigen Ausschlägen in Hamburg wie im Stadtteil Osdorf. Erst 1993 der Erdrutsch für CDU und SPD-Folge- Statt-Partei, dann 2001 der kometenhafte Aufstieg der Schill-Partei von 0 auf 19,2%, 2004 die absolute Mehrheit für die SPD mit Zugewinnen für die CDU von 21,0 Prozentpunkten und nun deren rasanter Abfall und deutlichen Zugewinnen für die SPD. Allgemein kann gesagt werden, dass die Prozentanteile in den Osdorfer Milieus so unterschiedlich sind, dass sie häufiger zu Rekorden für die Altonaer Werte und diesmal sogar Hamburgweit für die SPD führen. Die CDU erlitt
in allen Teilen Osdorfs historische Verluste, im Osdorfer Born
halbierte sie sich gar auf 18,8%, am dramatischsten waren die Verluste
aber im Osdorfer Süden auf um -23,8 Pp auf 29,1%, selbst bei Ihrer
letzten hohen Wahlniederlage in 1993 konnte die Union in Ihren
Hochburgen noch Werte von 35-40% erzielen.
Der Konzentrationsgrad von CDU+SPD liegt mit 74,3% unter dem von 2008 (79,2%), befindet sich aber im Mittel der letzen Jahre und über dem der Wahlen 1993, 1997 und 2001. Die Wahlbeteiligung klafft noch stärker als bei den Vorwahlen auseinander. Bei einem Gesamttrend von -5,8 Pp sinkt die Beteiligung im Süden wenig, im Born von ohnehin niedrigem Ausgangsniveau deutlicher. Die Spannweite liegt nun zwischen 25,9% (Achtern Born) und 82,6% in der Jenischstraße. Hinweis:
Landesstimme
Der Rückgang der Wahlbeteiligung ist hier diesmal "nur" am zweithöchsten und findet relativ gleichmäßig statt. Im Lupinenweg, sinkt sie wenig, hier werden 70,0% nach 71,3% erreicht. Im Born hingegen liegt sie im Kern - Achtern Born- zwischen 25,9% (2008=31,3%) und 46,1% in 22123 Glückstädter Weg. Die SPD erreicht hier nach Jahren mit Ergebnissen von 34 und 41% aufgrund von erdrutschartigen Zugewinnen-ähnlich wie die CDU in 2004 nun wieder ein Spitzenergebnis von 59,8% und liegt in allen Wahllokalen über 50%. In 22119, Glückstädter Weg kommt sie mit 69,8% auf ihr hamburgweit bestes Ergebnis. Die CDU erhält im Lupinenweg mit 31,0% (45,0%) und kann sich bei nur -6,2Ppp in 22115 ( 24,2%) altonaweit am besten behaupten, am schlimmsten triffst es sie in 22114, Kroonhorst mit nur noch 8,8% und -26,0Pp. Das Ergebnis der Linken geht sogar flächendeckend zurück, hier konnte die SPD wohl einige linke Protestwähler zurückgewinnen. Die GAL leget zwar leicht zu, bleibt aber in außer in den 2 "Siedlungslokalen" Lupinenweg und Bornheide unter 5% - am Kroonhorst bei gar nur 1,6% (-0,8Pp). Der FDP geht es fast genauso.
Landesstimme
Hier hat die CDU alle 4 Wahlbezirke und bis auf in 22120, Goosacker (27,8%) etwa die Hälfte ihrer Stimmenanteile verloren, am heftigsten ihrem bislang besten Bezirk 22113 mit -25,9% auf 26,4%. Das schwächste Ergebnis zeigt traditionell sich im von mehrstöckigen Häusern dominierten Wahlbezirk 22112, Knabeweg mit 17,7%, am besten schneidet sie im gutbürgerlich und eher "weit" bebauten Wahlbezirk 22120, Goosacker mit 27,9% ab. Die SPD, die zuvor in keinem der 4 Wahlbezirke vorn lag, holt nun alle und kann hier am stärksten zulegen und liegt nun 2 x in 22111, Goosacker (53,6%) und 22112, Knabeweg (53,4%) über der 50%-Marke. Die GAL kann an ihre Rekordergebnisse früherer Wahlen nicht anknüpfen, verfehlt in allen Lokalen die 10%-Marke legt aber mit +0,8Pp in Alt-Osdorf am deutlichsten zu. Die Linke liegt in 2 Wahlbezirken über 5%, in 2 darunter, gerade im Alt-Osdorfer "Kern" 22113 kann sie sich um 3,0Pp auf 8,0% verbessern. Die FDP kann sich durchschnittlich verbessern, kann nur in 22120, Goosacker, einem sehr "bürgerlichen" Wahlbezirk spürbar um +5,3Pp auf 11,3% zulegen, verliert in 22113, Goosacker sogar 2,2 Pp.
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Hier bricht die CDU
ein, wird nur noch in einem Wahlbezirk mit 41,5% stärkste Kraft,
am wenigsten erhält sie in 22108, Grotefendweg mit 21,2% nach
47,1% in 2008 dort. Dies ist der Wohnbezirk ihres
Bürgermeisterkandidaten Christoph Ahlhaus. Dies sind bislang
einmalige Prozentkategorien für diese Partei, genau wie für
die SPD im positven Sinne. Nur der Wahlbezirk 22109, Am Isfeld zeigt
Beständigkeit-hier gibt es selbst bei dieser Wahl eine
bürgerliche Mehrheit von nahezu 60%. Die SPD
holt 4 der 5 Wahlbezirke, die prozentuale Steigerung um 38% bei den
Stimmenanteilen ist hier am höchsten. Die Anteile liegen bei
minimal 33,9% in 22109, Am Isfeld und maximal 46,4% in 22106,
Jenischstraße und erreicht Dimensionen, die es selbst beim
letzten großem Wahlsieg 1991 so nicht gab, damals reichte die
Spannweite von 17,5% 22106, Jenischstraße bis hin zu 41,2% in
22110, Vogt-Groth-Weg.
Weitere Fakten -Die CDU hält nur noch einen Wahlbezirk, erreicht nur noch dort die 40%-Marke, in (immerhin) Vieren übertrifft sie die 30%-Marke. -Die GAL übersteigt 10% in 3 Wahlbezirken unter 5% landet sie in 7. -Die FDP übersteigt 10% in 5 Wahlbezirken, unter 5% bleibt sie in 9. Wahlbeteiligung: Flop: 25,9%, Achtern Born
Simon Bruckner, den 10.03.2011 |
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